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Digitale Transformation und die Disruption der Verwaltungsorganisation

Artikel im Behördenspiegel Mai 2016 - Trotz oder gerade wegen der bereits erreichten Verwaltungsmodernisierung mit IT im Fokus von Kostensenkung, Effektivität und Effizienz sind die Herausforderungen z. B. ständiger Veränderung, Arbeitsverdichtung oder hoher Fließgeschwindigkeit von Entscheidungen gestiegen. Die Möglichkeiten der IT zur Entwicklung flexibler und mobiler Arbeit und Entlastung der Beschäftigten wurden nicht ausgeschöpft.

 

Zu wenig wurde berücksichtigt, dass neben rein technisch-infrastruktureller Hürden und Kompetenzbarrieren einer modernen und digitalen Arbeitsweise insbesondere regulatorische, organisatorische und kulturelle Barrieren entgegenstehen. Diese betreffen die Einstellung bzw. Offenheit gegenüber bestimmten Denkweisen und belegen, dass eine rein technische Ausstattung kein Garant für ein gutes digitales Arbeiten ist. Während den technischinfrastrukturellen Barrieren durch die Zentralisierung der IT begegnet wird, sind Aktivitäten zur Modernisierung des Arbeitssystems für eine digitale Arbeitder Behörden nicht erkennbar. Dies markiert einen beträchtlichen organisatorischen Nachholbedarf.

 

Die digitale Transformation und der Arbeitsplatz der Zukunft greifen den Nachholbedarf auch im Kontext der Demografie auf. Sie verändern nicht nur die Oberfläche, sondern die Denkweise und das Arbeitssystem der Behörde. Mit der Erhöhung der Resilienz sowie der digitalen Kompetenz der Behörde (Readiness) verfolgen sie einen ganzheitlichen Ansatz zur Neudefinition der Arbeit. Die fluide Organisation ist kreativer, mutiger, vernetzter, auch digital und dadurch entlastend sowie wirkungsgerechter.


Die Veränderungen wirken sich auf das zentrale Management der Behördenkonstruktion wie Wertesystem, Organisation, Prozesse, Planung, Kontrolle und Personalentwicklung aus und heben diese auf den Prüfstand. Die digitale Transformation fordert nicht die IT oder Beschäftigten in ihrer Innovationsfähigkeit heraus, sondern die Politik und das Organisations- sowie Personalmanagement in ihrer Innovationsbereitschaft. Wandel gestalten: Die Digitalisierung wird alle Formen der Arbeit disruptiv verändern.

 

 

Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2016

Veröffentlichungen

Entwicklungspfad zu einer wissensorientierten und wandlungsfähigen Institution

Beitrag im Fachbuch "Change Management"

Nicht nur das Hamsterrad elektrifizieren

Digitalisierung braucht einen Wissensmanagementansatz

 

(BS/Ulrich Zuber/Sven Wuscher/Bernd Janson)

 

"Der Druck zur Digitalisierung nimmt in den letzten Jahren und Monaten aufgrund der Verabschiedung des E-Government-Gesetzes 2013, der Entwicklung der Digitalen Agenda 2014 und der aktuellen ktivitäten in den Ländern wie z. B. Nordrhein-Westfalen rapide zu. Bekannte Statistiken verweisen nach wie vor darauf, dass Deutschland auf den hinteren Plätzen liegt. 

Wissensmanagement zur Entwicklung einer wandlungsfähigen Verwaltung

Veröffentlichung im "Splitter" Nr. 2/2015, (Zeitschrift des IT DZ Berlin), IT-Nachrichten für die Berliner Verwaltung

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird heute gestaltet!

Moderne Managementausrichtung im Wissensmanagement 4.0 erforderlich!

Arbeit zeichnet sich heute nicht durch Linearität sondern durch Gleichzeitigkeit und Geschwindigkeit aus. Die Komplexität und Dynamik der Veränderungsprozesse in knapper werdenden Ressourcen führt zur Arbeitsverdichtung. Dieser Wirklichkeit zu begegnen erfordert eine grundlegende Sanierung der Arbeitskultur, zusammengefasst als "Arbeitsplatz der Zukunft".
Grafik moderne Wissensmanagementausrichtung im Wissensmanagement 4.0 veröffentlicht Managementsystem für den Arbeitsplatz der Zukunft zur Entwicklung einer wandlungsfähigen Verwaltung (einen Download der hochauflösenden Grafik bieten wir Ihnen beim Beitrag)

Nur die Institutionen werden den Arbeitsplatz der Zukunft realisieren können, die bereit und fähig sind, das eigene Management- und Führungsdenken tiefgreifend und zielgerichtet zu verändern. Wer versucht Komplexität durch mehr Regeln zu kontrollieren, bleibt stehen. Denn jeder Fortschritt bedeutet Verfeinerung und fordert dann mehr Kontrolle – ein Weg in die Erstarrung und steigendem ökonomischen Verlust.

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Neue Strategie- und Managementorientierung

Die Sanierung der Arbeitskultur hebt zwingend die Managementrationalität auf den Prüfstand. Der Arbeitsplatz der Zukunft positioniert mit Handlungs-, Veränderungs- und Gestaltungs-fähigkeit die Kompetenzen der Menschen in das Zentrum der Managementorientierung und entwickelt die Ziele (z. B. Ökonomie, Sicherheit, Vertrauen und Freiheit) weiter. ...

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist kein abstraktes Zukunftskonzept, sondern eine Projektion gegenwärtiger organisatorischer und personalwirtschaftlicher Managemententscheidungen in die Zukunft. Der Gestaltungswille und die Innovationsfähigkeit zur Entwicklung einer wissensorientierten befähigenden Arbeitskultur werden entscheidend sein, ob die Wirtschaft und Verwaltung zukünftig flexible, mobile Arbeitsplätze mit chancengleichen Kompetenz- und Expertenkarrieren anbieten können. Nur dadurch werden die Unternehmen und die Behörden die Beschäftigten beflügeln, diese länger halten und neue kluge Köpfe gewinnen können.

Empfehlung des Beitrags "Arbeitsplatz der Zukunft" im Buch "Lebenslanges Lernen - Wissen und Können als Wohlstandsfaktoren"
WiDuT - Verwaltung gemeinsam neu gestalten
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